Unsere Mona Mitterwallner hat ihre bisher erfolgsverwöhnte Saison mit dem 6. Weltcup-Erfolg im 6. Wettkampf gekrönt, während unser Langstreckenspezialist Sascha Weber im schweizerischen Jura-Gebirge den schlechten Bedingungen trotzte und als Erster über den Zielstrich fuhr.

Zum letzten Kräftemessen vor der Weltmeisterschaft in zwei Wochen haben sich die Langstreckenspezialisten im Jura-Gebirge in der Schweiz getroffen. Auf einer Strecke von 70 Kilometern galt es, 2750 Höhenmeter – also somit eine klassische Marathondistanz ohne besondere Schwierigkeiten – zu überwinden. Könnte man meinen, denn die Herausforderung war die Witterung. Bei vier Grad Celsius und Dauerregen wurde den Athleten alles abverlangt.


Ich war in der Spitzengruppe und habe mich bei Kilometer 30 dazu entschieden, an der technischen Zone anzuhalten und habe mich mit Regenjacke, Handschuhen und Thermosachen ausgestattet“, teilte uns Sascha mit. „Ich hatte dann etwas mehr als 1:30 Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe“, sagte der spätere Sieger.

So begann er ab Kilometer 37 eine Aufholjagd, die unser Sascha schließlich für sich entscheiden konnte. Er siegte beim UCI-Jura-Bike-Marathon nach eiskalten 3:35:12 Stunden mit einem Vorsprung von 1:30 Minuten auf den Lokalmatadoren Martin Fanger. Auf Platz drei landete Casey South vom Team JB Brunex mit einen Abstand von bereits sieben Minuten auf den Champion im TREK-VAUDE-Trikot.

Es war eines der härtesten Rennen, das ich je gefahren bin. Mir war so kalt, dass ich beinahe den Lenker nicht mehr halten konnte“, musste sich Sascha im Ziel eingestehen.

Im US-amerikanischen Snowshoe – etwa drei Stunden entfernt von Washington – machte sich unsere Mona Mitterwallner derweil auf die Jagd nach der perfekten Saison. Wir wollten zuerst nicht in die USA reisen. Aber: Als sich die Chance für die perfekte Saison für Mona ergab, haben wir kurzfristig das Projekt gestartet“, erklärte Teamchef Bernd Reutemann.

Ein großes Dankeschön an die Flexibilität unseres Chefmechanikers Dennis Schelkle sowie seinen Arbeitgeber SAIKLS, die diesen ‚Schnell-Einsatz’ ermöglicht haben.Und: In West-Virginia wurde Mona ihrer Favoritenrolle tatsächlich gerecht und siegte beim Weltcupfinale in den USA sehr souverän.
Mit ihrem 6. Sieg beim 6. Weltcup und dem Gewinn des Staats-, Europa- und Weltmeistertitels schaffte sie also die perfekte Saison. Am Ende siegte unsere Mona nach 1:03.58 Stunden vor der Dänischen Meisterin und Gesamtweltcup-Zweiten Carolin Bohe (1:06:47 Stunden). Auf Platz drei kam Sevilla Blank (USA) mit einer Gesamtzeit von 1:07:18 Stunden ins Ziel.

Besondere Unterstützung bekam das Team durch Frank Schelkle von ZF Gainesville, der Vor-Ort in den USA für die notwendige Logistik sorgte und das Team betreute.Wer mich kennt, der weiß, dass nun ein großes Hossa angebracht ist und viel Last von den Schultern fällt“, machte unser Teamchef Bernd aus seinem Stolz kein Geheimnis. „Wir haben als Team etwas Einmaliges erreicht und wir sind mächtig stolz darauf. Eine lange, aufregende und maximal erfolgreiche Saison geht langsam zu Ende. Aber noch einmal heißt es Kräfte sammeln für die Marathon-Weltmeisterschaft.

So eine perfekte Saison, wie sie unserer Mona gelang, hatte es im MTB-Sport zuvor noch nie gegeben. Die Schwedin Jenny Risveds war in der Geschichte des MTB-Sports zwar die erste Athletin, die in der Kategorie U23 alle Weltcup-Rennen gewann. Das gelang nun auch Mona Mitterwallner, aber unsere erst 19-Jährige Athletin holte sich auch noch den WM- und EM-Titel.

Ich bin so happy, wie meine erste Cross-Country-Saison als U23-Fahrerin gelaufen ist. Mehr kann man nicht mehr gewinnen. Die ganze Woche über war ich so angespannt vor dem Rennen in Snowshoe. Es war mir so wichtig, dass ich noch gewinne und war vom Start weg voll fokussiert. Dass ich die Saison so abschließen konnte, bedeutet mir sehr viel“, gab die Seriensiegerin hinterher zu.

Mit einem beeindruckenden Sieg beim letzten Cross-Country Bundesliga-Rennen im österreichischen Ottenschlag hat sich unser Gregor Raggl zum ersten Mal auch den Gesamtsieg in der österreichischen Mountainbike-Liga gesichert.
 


Auf Rang zwei folgte der für KTM fahrende Olympiakandidat Max Foidl und das Podium komplettierte unser Karl „Charly“ Markt auf Platz drei. Nach einem guten Start kam Gregor auf Position vier in die erste Abfahrt, hatte jedoch 15 Sekunden Rückstand auf den Führenden Max Foidl.
 
Nachdem er merkte, dass der Abstand auch in Runde drei nicht kleiner wurde, forcierte er das Tempo und konnte in Runde sechs zum Führenden aufschließen – und auch „Charly“ startete nun eine Verfolgungsjagd und war in Schlagdistanz zum Führungsduo. Aber: Ein kleiner Fehler in der der Schlussrunde sorgte dafür, dass Max und Gregor das Rennen unter sich ausmachten.
 
Nach einer Rennzeit von 1:35 Stunden stand Gregor mit einem Vorsprung von 15 Sekunden ganz oben auf dem Treppchen. Ich freue mich riesig über den Sieg in Ottenschlag sowie natürlich den Gewinn der österreichischen Mountainbike-Liga und bedanke mich sehr bei meinem Team und den vielen Unterstützern, die mir das ermöglichten“, freute sich Gregor.
 
Den bereits dritten Titel eines Staatsmeisters für unser Team sicherte sich unter der namibischen Sonne Alex Miller. Im olympischen Cross-Country war der 20-Jährige nicht zu besiegen und zeigte nach der Teilnahme bei den olympischen Spielen, dass er die mentalen Belastungen der vergangenen Wochen gut verkraftet hat.
 
Zwei Tage vor dem Rennen erhielt ich endlich die Nachricht, dass mein Visa genehmigt wurde, doch die Freude hielt nicht lange – denn nur einen Tag später wurde es aufgrund eines ‚Datenproblems’ widerrufen. Entsprechend ging ich mit etwas Wut im Bauch ins Rennen und wollte es allen beweisen“, betonte Alex.
 
Ich habe das Beste aus der Situation gemacht und bin stolz darauf, mein Team TREK | VAUDE auch in meiner Heimat zu repräsentieren.Bei Sascha Weber fehlte bei der UCI World Series in Frankreich am Ende etwas das nötige Glück, als es – nach 100 Kilometern und überwundenen 3000 Höhenmetern – in den finalen Spurt ging.
 
Ich war gut dabei und konnte das Tempo immer mitgehen. Die Teamkollegen Seewald und Stosek fuhren ein taktisch sehr gutes Rennen und wenn du auf dich alleine gestellt bist, kostet es einfach etwas mehr Körner, die mir am Ende gefehlt haben“, zeigte sich Sascha dennoch zufrieden mit seinem Rennen. Am Ende gewann Europameister Andi Seewald vor seinem Teamkollegen Stosek und dem Schweizer Urs Huber.
 
Sascha beendete das Rennen auf Platz vier und zeigte, dass er gut aus der Sommerpause zurück ist und – bestens vorbereitet – in drei Wochen zur WM nach Elba reisen kann. Einen erfolgreichen Ausflug vom Gelände auf das Rennrad hat Mona Mitterwallner bei der Europameisterschaft in italienischen Trient unternommen.
 
In der U23-Klasse der Frauen absolvierte die frisch gebackenen Weltmeisterin ihr erst zweites Straßenrennen. Bis zum finalen Anstieg waren Mittwallner und ihre MTB-Kollegin Laura Stigger noch voll in den Kampf um die Medaillen involviert gewesen.
 
Am Berg hat zuerst die Italienerin attackiert und als dann noch die Ungarin nachgesetzt hat, konnte ich nicht mehr folgen“, musste unsere Mona zugeben. „Das Tempo war durchgehend extrem hoch. Wenn du schlechter positioniert bist, dann musst du richtig leiden.
 
Am Ende kam sie auf Platz elf ins Ziel und zeigte, dass mit ihr in Zukunft auch auf der Straße zu rechnen ist. Vier Länder, drei Disziplinen und allesamt Top-Leistungen. Unsere größte Herausforderung ist derzeit die Logistik und unsere Planung vom Frühjahr wurde durch die Erfolge mehr als durcheinander gewirbelt“, teilt Teamchef Bernd Reutemann mit.
 
Auch der Einsatz kommende Woche beim Weltcup in Snowshoe war nicht vorgesehen. Doch wir haben die Chance, dass Mona die perfekte Saison fährt und dann musst du es versuchen. Wir können Unterstützung mehr als gebrauchen und ich bin sehr dankbar für die Menschen und Unternehmen, die uns das alles ermöglichen.“

Sie bestreitet ihr erstes Jahr in der Kategorie U23 und wurde bereits U23-Welt- und Europameisterin im Cross Country. Mit ihrem fünften Sieg im fünften Weltcuprennen hat sich unsere Mona Mitterwallner auch vorzeitig den Gesamtweltcup sichern können.

Nach einem verpatzten Start in Lenzerheide legte sie eine furiose Aufholjagd hin. Damit hat sich unsere Mona auch vorzeitig den Gesamtweltcup gesichert. Im Schweizer Lenzerheide startete sie eine Woche nach ihrem U23-Weltmeistertitel im Regenbogentrikot, was auch zusätzlich für Anspannung sorgte.

Ich wollte dieses Trikot unbedingt mit einem Sieg einweihen. Vielleicht war ich deshalb vor dem Start zu sehr verkrampft. Dieser war alles andere als optimal, denn durch diese Angespanntheit hatte ich kurzfristig fast keine Kraft und verlor viele Plätze. Schnell lag ich rund um die 23. Position und hatte nach der ersten Runde schon 38 Sekunden Rückstand auf die Führenden“, erklärt unsere Weltmeisterin ihre durchwachsene Anfangsphase.

Die Aufholjagd beginnt


Nach dieser ersten Runde fokussierte sich Mona wieder auf ihre Stärken:Mittlerweile habe ich so ein Vertrauen in meine Stärke, dass ich in solchen Situationen nicht mehr nervös werde. Wenn man so weit hinten fährt, verliert man zusätzlich Zeit durch Fahrerinnen, die einen aufhalten.

Und weiter: Aber nach der ersten Runde bin ich in mein Renntempo gekommen und habe auch in den Abfahrten nicht zu viel riskiert. Ich habe eher die sichere Variante gewählt und bin mein Rennen gefahren. Mona überholte eine Gegnerin nach der anderen und setzte sich in den letzten beiden Runden entscheidend ab.

Im Ziel hatte sie auf die zweitplatzierte Caroline Bohe aus Dänemark 1:47 Minuten Vorsprung und sogar 2:21 Minuten auf die US-Amerikanerin Savilia Blunk. Ich bin so happy, dass ich im Regenbogentrikot gewinnen konnte und ich freue mich riesig über den Gesamtweltcup, den ich jetzt sicher habe.

Gregor Raggl im Shorttrack

Zum ersten Mal startete Gregor Raggl in diesem Jahr beim Shorttrack im Weltcup und fuhr ein starkes Rennen. Ich wollte zu Beginn nicht überziehen und wollte ein konstantes Tempo fahren“, gab unser österreichische Meister zu Protokoll. Und dies hat sich ausgezahlt. Am Ende sprintete Gregor auf Platz 20 ins Ziel und bewies seine Klasse.

Karl Markt nicht zu bremsen

Beim Cross-Country-Rennen der Männer überzeugte TREK | VAUDE-Routinier „Charly“ Markt wieder einmal und belegte mit Platz 28 eine Top-Platzierung in der Weltelite. Als ehemaliger Ski-Rennläufer gehört er zu den „Gesichtern“ des Mountainbike-Sports und ist auf den Rennstrecken bekannt. Solange ich Spaß daran habe und die Leistung stimmt, mache ich gerne noch etwas weiter“, stellte “Charly” im Ziel in Lenzerheide klar. 


Alex Miller siegt in Namibia

Seit der Rückkehr von den Olympischen Spielen in Tokio wartet Alex Miller in seiner Heimat Namibia auf ein Visum für die Rückkehr nach Europa und verpasste aufgrund bürokratischer Hürden die WM und auch die vergangenen Weltcuprennen.  Miller nutzt die Zeit in Namibia und vertritt die Teamfarben beim Marathonrennen in Südafrika und Namibia sehr erfolgreich, da er zuletzt beim „Gobabis Marathon“ ganz oben auf dem Podest stand.

Dieses Wochenende war der krönende Abschluss einer sensationellen Cross-Country-Saison und wir hatten allen Grund zum Feiern und schauen jetzt gespannt auf die zweite Saisonhälfte mit den entscheidenden Marathonrennen. Und natürlich läuft auch die Planung für die kommende Saison bereits auf Hochtouren“, freute sich Teamchef Bernd Reutemann.

Und weiter: Ich habe selbst noch nicht richtig realisiert, dass wir die Weltmeisterin im Team haben. Auch unsere Mechaniker haben eine super Arbeit geleistet, wenn man bedenkt, dass wir in allen wichtigen Rennen keinen technischen Defekt hatten“, fügte Reutemann hinzu.

Fotos Copyright: Armin M. Küstenbrück & Niklas Hartmann/ EGO-Promotion

Nach vier Weltcup-Siegen und dem Titel der Staats- und Europameisterin, hat sich die unsere Mona Mitterwallner nun auch den WM-Titel in der U23-Klasse gesichert. Unsere Ausnahmeathletin traf im großen Show-Down auf die besten Cross-Country-Athletinnen bei der 34. Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole.

Und: Die erst 19-jährige Mona zeigte in Val di Sole, dass sie derzeit kaum zu schlagen ist. Mit deutlichem Vorsprung holte sie sich den Titel der Weltmeisterin.
Du bist Weltmeisterin. Fünf Stunden nach dem Rennen sagte diesen Satz jemand zu mir und erst dann begann ich wirklich zu realisieren, dass ich meinen großen Traum, all das wofür ich gearbeitet habe, erreicht habe“, erklärte unser junges Aushängeschild aus Österreich.


Und weiter: Für sein Ziel alles zu geben, bedeutet alles auf eine Karte zu setzen und seine gesamte Energie nur in dieses eine Vorhaben zu stecken. Es ist ein steiler Weg nach oben. Der Fall wäre tief, doch wenn du es schaffst, fliegst du. Ich bin so stolz Weltmeisterin in meinem ersten U23-Jahr zu sein. Danke an alle, die an meiner Seite sind.

Bereits nach der ersten Runde forcierte Mona das Tempo und nur noch ihre Landsfrau Laura Stigger konnte ihr folgen, bevor auch sie ihr nicht mehr hinterherkam. Es war jedoch alles andere als ein sicherer Sieg, denn trotz des Vorsprungs auf die Konkurrentinnen lauerten an vielen Stellen des vier Kilometer langen Rundkurses einige Gefahren.

Ob im steilen „Rockgarden“ oder in den engen Wurzelpassagen – es galt, höchste Konzentration zu bewahren, denn ein Sturz oder ein Defekt konnte den Abschied vom begehrten Edelmetall bedeuten. Am Ende siegte Mona in 1:06:57 Stunden mit einem Vorsprung von 2:04 Minuten auf Landsfrau Laura Stigger (1:09:01 Stunden). Caroline Bohe aus Dänemark sicherte sich in einer Zeit von 1:10:23 Stunden den 3. Podiumsplatz.
 
Was gerade passiert, ist einmalig. Wir sind uns aber bewusst, dass dies nicht der Maßstab für die Zukunft sein kann. Die vergangenen Monate fühlten sich richtig gut an und ich bin dankbar, dass wir dies so erleben dürfen. Unser Mut wird belohnt, denn viele hielten es für verrückt, in dieser Zeit ein neues Team zu gründen“, gab unser Teamchef Bernd Reutemann sichtlich stolz zu.

Aber manchmal musst du verrückt und – wie im Sport üblich – bereit sein mehr zu geben, als es andere für notwendig halten. Aber alle gute Ideen brauchen Menschen, die diese zur Realität werden lassen und mein Dank gilt meinem Team und unseren Unterstützern, die uns ihr Vertrauen schenken.

Bei den Herren waren Gregor Raggl und „Charly“ Markt am Start im internationalen Elitefeld. „Charly“ begann sehr umsichtig und setzte auf seine Ausdauerstärke, die sich am Ende auch auszahlen sollte. Mit Rang 32 zeigte er bei seiner 22. Teilnahme an einer Weltmeisterschaft wieder einmal eine solide Leistung.

Das beweist, dass Leistungssport auf hohem Niveau auch viele Jahre möglich ist. Gregor ging mit hohem Tempo in die ersten Runden und folgte dem Grundsatz „auch mal etwas zu riskieren“. Doch dies ging nicht ganz auf und am Ende kam er auf Platz 40 ins Ziel.
 
Bei der 40. Auflage des  Ötztaler Radmarathons ging Philip Handl als amtierender Ultra-Europameister an den Start. Bei nicht gerade sommerlichen Bedingungen machten sich mehr als 2800 Starter auf die 238 Kilometer durch die Ötztaler Alpen, um bei vier Pässen mehr als 5500 Höhenmeter zu überwinden.

Nach einer Rennzeit von 7:49:31 Stunden kam Philip auf einem hervorragenden 16. Platz ins Ziel und ließ 2654 Fahrer hinter sich. Die vergangenen Wochen waren für mich sehr kräftezehrend – aber ich freue mich auf eine kleine Pause, bevor es zum Saisonfinale geht“, teilte Philip uns hinterher zufrieden mit.

Fotos Copyright: Armin M. Küstenbrück & Niklas Hartmann/ EGO-Promotion

In der Hitzeschlacht im serbischen Novi Sad hat unsere Mona Mitterwallner ihren ersten internationalen Titel in der U23-Klasse eingefahren, weil sie auch bei diesem außergewöhnlichen Rennen ihre Stärke bewies und sich somit zur Europameisterin kürte.
 
Bei 33 Grad gingen die besten 50 Athletinnen aus Europa um die europäische Krone im Cross-Country auf die Strecke. Der Kurs durch die alte Festung von Novi Sad war nicht zu vergleichen mit den gewohnten Strecken. Mehr als 100 Treppen, steile Rampen über Kopfsteinpflaster und staubige Abfahrten prägten diesen vier Kilometer langen Rundkurs.


Besonders der Staub machte den Athletinnen und Athleten zu schaffen – nicht nur die Sicht war stark beeinträchtigt, auch die Kopfsteinpflaster wurden hierdurch sehr rutschig. Aus der ersten Reihe startend konnte sich Mona sehr schnell in einer ersten Führungsgruppe festsetzen. Ab Runde zwei machte sie gemeinsam mit Puck Pieterse aus den Niederlanden das Tempo und beide konnten sich etwas absetzen.
 
Unsere Mona fuhr dabei taktisch außerordentlich clever, behielt sich noch Reserven, die sie ab Runde fünf eindrucksvoll aktivierte. In nur einer Runde fuhr sie einen Vorsprung von 30 Sekunden auf die spätere Zweitplatzierte heraus. Am Ende siegte die 19-Jährige mit einem Vorsprung von 53 Sekunden auf Puck Pieterse (NL) – auf Rang drei kam Ronja Eibl aus Deutschland ins Ziel, die beide für das Team Alpecin Fenix starten.
 
Ich bin überglücklich, Europameisterin in meinem ersten U23-Jahr geworden zu sein. Das ist unglaublich, ich freue mich wirklich sehr. Ich bin so stolz. Jetzt heißt es, das zu genießen und dann den vollen Fokus auf die Weltmeisterschaft zu richten“, bilanzierte die frischgebackene Europameisterin.

Für die EM qualifiziert waren auch Karl Markt und Gregor Raggl und lieferten eine beachtliche Leistung bei beinahe 40 Grad. Nach einem sehr guten Start hatte „Charly“ etwas Pech, da er in eine Kollision verwickelt war und wichtige Zeit in der Startrunde verlor. Mit „all-in“ ging es auf die Aufholjagd durch die staubige Strecke und am Ende überquerte er die Ziellinie auf Platz 25. Gregor fuhr ein hervorragendes Rennen konnte sich mit Platz 18 in den Top 20 der europäischen Profis platzieren und somit ein tolles Rennergebnis erzielen.
 
In den Momenten der großen Erfolge gilt unser Blick in die Zukunft und unserem strategischem Ziel, als Team TREK | VAUDE jungen Talenten die bestmöglichen Voraussetzungen für deren sportliche und persönliche Entwicklung zu bieten. Hierin sehen wir unsere Aufgabe, die wir mit vollem Einsatz, Leidenschaft und Freude erfüllen wollen“, erklärt Teamchef Bernd Reutemann. Bisher geht dieses Vorhaben doch recht gut auf.

Fotos Copyright: Armin M. Küstenbrück & Niklas Hartmann/ EGO-Promotion

Zum ersten Mal haben in Dornbirn, genauer gesagt am Zanzenberg, die Österreichischen Meisterschaften im „Cross Country Short Track“ für Mountainbiker stattgefunden. Und: Unser Gregor Raggl siegte bei der Premiere dieses Formats, das schon in den Weltcups und 2021 erstmals auch bei den Weltmeisterschaften im Programm ist beziehungsweise sein wird.
 
Gregor setzte sich in einem spannenden Rennen um den ersten österreichischen Meistertitel in dieser Disziplin knapp gegen den Olympiateilnehmer Maximilian Foidl und dessen Teamkollegen Moritz Bscherer durch – Vierter wurde unser Karl Markt. Erst in der letzten Runde setzte Gregor zum entscheidenden Angriff an.


Er begann seine Attacke am finalen Anstieg, die der aus Tokio zurückgekehrte Maximilian Foidl nicht mehr kontern konnte. Ich habe mich immer gut gefühlt am Anstieg. Im Rennen habe ich versucht, mir einige Körner zu sparen und auf den richtigen Moment zu warten“, freute sich unser neuer Staatsmeister.
 
In Ischgl traten Sascha Weber, Philip Handl und Antonia Daubermann für unser Team TREK | VAUDE in die Pedale. Sascha gewann zum Auftakt den Prolog und konnte im Gelben Trikot des Führenden ins Etappenrennen starten. Nach vier anstrengenden Tagen – mit Bergzeitfahren, Shorttrack, Einzelzeitfahren und Marathon – beendete er das Rennen auf einem hervorragendem 5. Platz.
 
In der Vorwoche beim M3 in Schruns hatte er das Rennen noch als Sieger beendet. Eine tolle Leistung zeigte auch unsere Antonina, die im Gesamtklassement auf Rang sechs landete. Philip konnte das Rennen nicht beenden, da ihn die Ultra-Distanzen der vergangenen Wochen zu einer Pause zwangen, damit er zu den anstehenden Marathonrennen wieder mit seiner gewohnten Ausdauerstärke an den Start gehen kann.
 
Am Sonntag stand unsere Mona Mitterwallner nach vier Wochen Rennpause wieder an der Startlinie, absolvierte dabei die Generalprobe für die Europameisterschaften und wollte die Chance nutzen, sich mit den aus Tokio zurückgekehrten Athleten zu messen. Das Starterfeld zeigte, dass sich nicht nur Mona nochmals einen Rennimpuls vor den großen Internationalen Meisterschaften holen wollte.
 
Nachdem der Regen über Nacht die Strecke eingenässt hatte, waren die Bedingungen schwer für die Fahrerinnen am anspruchsvollen Kurs in Vorarlberg. Zum Glück aber waren den Teilnehmenden ähnliche Rutschpartien wie vor einem Jahr, als das Rennen bei Starkregen über die Bühne gehen musste, erspart geblieben.
 
Nach einem schwachen Start kam Mona auf Platz zehn aus der Startrunde und startete eine Aufholjagd auf der engen sowie teilweise sehr rutschigen Strecke am Zanzenberg. Das Führungsduo mit Laura Stigger und der Schweizerin Alexandra Keller forcierte das Tempo und lag teilweise mehr als 60 Sekunden vor unserer Mona.

In der fünften von sieben Runden konnte Mona die Führung übernehmen und gab diese nicht mehr ab. Am Ende siegte die 19-Jährige nach 1:22.19 Stunden mit einem Vorsprung von rund 50 Sekunden auf Laura Stigger (Specialized Racing). Auf dem 3. Platz landete die Schweizer Silbermedaillen-Gewinnerin von Tokio – Sina Frei – in 1:23.42 Stunden.
 
„Ein weiterer Sieg im Matsch. Nach vier Wochen intensiver Vorbereitung für EM und WM, bin ich am Zanzenberg in Teil zwei der Saison 2021 gestartet. Nach der Startrunde arbeitete ich mich auf der regennassen Strecke von Platz zehn nach vorne. Der Schlamm und die schmale Strecke ließen nicht viele Überholmanöver zu und so bin ich sehr froh, dass es zum Sieg bei diesem starken Starterfeld gereicht hat“, fasste unsere Mona ihren Erfolg zusammen.
 
Und weiter: Danke an den RV Dornbirn für die Organisation des tollen Events und an alle, die mich angefeuert haben! Außerdem war dieser Erfolg ein Booster für das Selbstbewusstsein und gibt mir Sicherheit für die EM in Serbien nächste Woche. Ich hoffe, dass ich dort an meine Leistung anknüpfen und um eine Medaille mitkämpfen darf.“
 
Auch unser Teamchef Bernd Reutemann war voller Stolz: „In der laufenden Saison konnte unser Team bereits 20 Siege einfahren, das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin froh, dass wir den Schritt der Neugründung gewagt haben und es macht riesigen Spaß, diese Athleten in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“ Und wir glauben, dass diese noch lange nicht zu Ende ist.

Fotos Copyright: Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

Im türkischen Sarkaya, dem Austragungsort der Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, haben sich die Cross-Country- und Marathon-Athleten zum Kräftemessen getroffen. Bei 40 Grad starteten unser Gregor Raggl und Karl „Charly“ Markt beim UCI-Rennen und erzielten dabei einen sensationellen Doppelsieg.


 Auf einer hervorragend ausgebauten Strecke im „Velodrom“ konnten sich unsere Fahrer im TREK | VAUDE-Trikot ab der dritten von fünf Runden vom Feld absetzen und wechselten sich in der Führungsarbeit ab. Am Ende siegte Gregor vor „Charly“; auf dem dritten Platz folgte – mit einem Abstand von 1:30 Minuten – Gian Schmid aus der Schweiz.
 
Die Hitze war eine große Herausforderung, doch ich fühlte mich super und meine Trainingsumstellung in den vergangenen Wochen ist deutlich zu spüren. Der Doppelsieg ist ein tolles Gefühl, so kann es weitergehen“ erklärte Gregor nach der Zieldurchfahrt.
 
Im Montafon beim traditionellen M3-Marathon traten derweil Sascha Weber und Ultra-Europameister Philip Handl in die Pedale. Das Starterfeld war geprägt von großen Namen der Marathonszene. Mit 130 Kilometern Renndistanz und 4700 Höhenmetern gehört der „M3“ zu den längsten und wohl auch schönsten Strecken in den Alpen.
 
Und: Auch für die Betreuer ist ein solcher Marathon eine echte Herausforderung; denn es gilt, die Fahrer an neun unterschiedlichen Stationen mit Getränken zu versorgen und technische Hilfe zu leisten, falls diese notwendig sein sollte.
 
Nach einem neutralisierten Start ging es auf den ersten langen Anstieg mit 1000 Höhenmetern und bereits hier teilte sich das Feld und es kristallisierte sich eine Führungsgruppe von zehn Fahrern heraus.
 
Bis Kilometer 50 war das Rennen in der Führungsgruppe etwas verhalten, doch dann fuhr unser Sascha gemeinsam mit dem Schweizer Hans-Ueli Stauffer auf und davon. Dieses Duo schaffte es, sich einen Vorsprung von zwei Minuten auf die Verfolger zu erarbeiten.
 
Bei Kilometer 90 war Sascha dann mit einer Minute in Führung, verlor diese jedoch beim letzten Anstieg und musste seinen Attacken etwas Tribut zollen. Mit einer Gruppe von vier Fahrern kam es dann zum Showdown und einem Sprintfinale, das der TREK | VAUDE-Fahrer für sich entscheiden konnte.
 
Somit durfte sich der Fahrer in unseren Farben in der Siegerliste des M3-Marathon verewigen. Das war einfach eine Stunde zu lang und ich wäre zwischendurch beinahe eingebrochen, konnte mich aber in der letzten Abfahrt wieder etwas erholen“, sagte Sascha.
 Vor dem Sprint hatte ich keine Angst, denn da weiß ich, dass ich durch meine Straßenrennen gut mithalten kann. Aber wenn du mit vier Mann in den Zielsprint gehst, gehört auch das notwendige Glück dazu.
 
Es war Saschas 7. Sieg in der laufenden Saison. Die Plätze zwei und drei belegten Hans-Ueli Stauffer (Schweiz) und der Belgier Frans Claes. Philip landete derweil auf einem starken 7. Platz und spürte dabei noch die kräftezehrende Salzkammergut-Trophy in seinen Beinen.
 
Es war toll zu sehen, wie die Mannschaft funktioniert. Egal, ob Fahrer oder Betreuer – wenn Menschen zusammenkommen, die ein gemeinsames Ziel haben und respektvoll miteinander umgehen, dann macht das einfach Spaß“, teilte Daniel Duske, der seit 1988 im Mountainbike-Sport aktiv ist, mit.
 
Am Sonntag gingen Gregor und Charly beim UCI-Worldseries-Marathon an den Start und wollten das Rennwochenende voll auskosten. Nach dem Doppelsieg beim Cross-Country, wussten beide ihre Ausdauerfähigkeiten unter Beweis zu stellen und zeigten dies in beeindruckender Weise.
 
Karl – genannt „Charly“ – fuhr ein sehr starkes Rennen, war von Beginn an in der Spitzengruppe und konnte sich hier auch unter den Marathon-Spezialisten gut behaupten. Er trotzte erfolgreich der Hitze und dem hohen Tempo.
 
Am Ende erreichte Charly einen hervorragenden 5. Platz und Gregor kam auf Rang neun ins Ziel. Mit ihren Ergebnissen schafften sie auch die Qualifikation für die Marathon-Weltmeisterschaft, die im Oktober auf Elba stattfinden wird.
 
Ich wollte am Anfang aufgrund der Hitze nicht überziehen, hatte großen Respekt vor den Bedingungen und spürte auch noch das Rennen vom Freitag“, bilanzierte Gregor. „Ich hielt mich in der Verfolgergruppe auf, aber es wäre mehr drin gewesen. Mit Platz fünf und neun haben wir die Qualifikation für die WM erreicht und dies war unser Ziel.“
 
Nicht zu vergessen: Insgesamt hatten unsere Fahrer und ihre Konkurrenten nicht weniger als fünf Stunden im Sattel verbracht.

(Fotos Copyright: Sakaryamtbcup | Sportograf | Privat)

Philip Handl ist bei der Salzkammergut-Trophy auf dem Podest gelandet. Der Europameister im Trikot des Teams TREK | VAUDE fuhr als Zweitbester nach über zehn Stunden Renndauer über die Ziellinie in Bad Goisern.

Bei Dunkelheit und Dauerregen starteten 320 Teilnehmer auf die 204 Kilometer lange Schleife durch das Salzkammergut. „Einmal Hölle und zurück“ lautete der Slogan – passend zu den 7000 Höhenmetern; und dies bekamen die Athleten auch zu spüren.

Der dreifache Trophy-Sieger Konny Looser (SUI) setzte sich zusammen mit Jakob Hartmann (GER) und Philip Handl (AUT) von Beginn des Rennes an die Spitze des Feldes und Handl machte – wie bei den Europameisterschaften vor zwei Wochen – zum Start bereits ordentlich Druck und verschärfte das Tempo.

Vor der ersten Abfahrt hatte sich das Spitzentrio bereits vom Feld abgesetzt und erarbeitete sich einen komfortablen Vorsprung von etwa drei Minuten. Doch dann passierte es und Philip Handl schlitzte sich in einem äußerst anspruchsvollen Downhill den Reifen auf und musste den „Not-Schlauch“ einziehen.

Der Defekt hatte mich eigentlich in dieser Situation gar nicht so aus der Ruhe gebracht, weil es noch acht Stunden zu fahren waren und ich wusste, dass noch viel Zeit ist, um Zeit aufzuholen“, berichtete Handl. Mit einem Rückstand von zwölf Minuten auf das Führungsduo startete der Ultra-Europameister seine Aufholjagd und konnte pro zehn Kilometer Strecke etwa eine Minute gutmachen.

Und: Wie schon vor zwei Wochen, musste Philip Handl auch dieses Mal alleine kämpfen, wohingegen sich die Führenden Looser und Hartmann in der Führungsarbeit abwechselten. Bei Kilometer 160 und nach 6000 Höhenmetern schloss Handl zu Hartmann auf und setzte sich auf Position zwei.

Am vorletzten Berg musste Handl jedoch der intensiven Aufholjagd Tribut zollen und konnte die auf eine Minute geschrumpfte Lücke nicht mehr ganz schließen. Nach einer Renndauer von mehr als zehn Stunden im Dauerregen und nicht gerade sommerlichen Temperaturen, kamen die Langstreckenspezialisten ins Ziel.

Der erfahrene Utra-Spezialist und nun vierfache Gewinner Konny Looser (SUI) sicherte sich in einer Zeit von 10:02:24 Stunden den Sieg mit einem Vorsprung von knapp vier Minuten auf Philip Handl. Auf Platz drei mit einer Zeit von 10:13:33 Stunden landete Jakob Hartmann (GER).
 
Die letzten Stunden bin ich nur mit dem Kopf gefahren. Da war ich komplett durch. Aber Platz zwei und somit ein Podium bei diesem prestigeträchtigen Rennen machen Lust auf mehr“, bilanzierte Handl mit einen Lächeln im Gesicht. Erst nach 16 Stunden und 23 Minuten erreichten die letzten Athleten das Ziel in Bad Goisern – aber jeder „Finisher“ durfte mächtig Stolz auf seine Leistung sein.
 
Es freut mich sehr für Philip Handl, dass er auch bei diesem Rennen wieder seine Ausdauerstärke einsetzen konnte. Unser Philip kann auch nach mehr als zehn Stunden Tortur immer noch lächeln und freut sich – so kennen und schätzen wir ihn“, kommentierte Teamchef Bernd Reutemann hinterher.

Am Dienstag, 20. Juli, startet Alex Miller vom TEAM TREK | VAUDE  in Richtung Tokio und wird hier am 26. Juli für sein Heimatland Namibia beim Cross-Country-Rennen bei den Olympischen Spielen antreten. Jedoch konnte der Namibische Meister in den vergangenen Wochen nicht mehr an allen wichtigen Vorbereitungsrennen teilnehmen.

Denn Miller durfte aufgrund von Visa-Beschränkungen für Nicht-EU-Bürger Deutschland nicht mehr verlassen. Wir drücken Alex die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg in Tokio“, gibt ihm Reutemann mit auf den Weg.

Fotos Copyright:
Foto 1: Salzkammergut Trophy
Foto 2: Vaude
Foto 3: WFG – Marcel Alber

Das traditionelle dreitägige Etappenrennen durch die Engadiner Alpen gehört zu den Klassikern im Mountainbike. Und unser Sascha war dabei von der Konkurrenz nicht zu stoppen. Außerdem feierte Mona im französischen Les Gets ihren vierten Weltcup-Erfolg und Gregor und “Charly” standen auf dem Podium bei den Staatsmeisterschaften im Marathon.
 
Sascha Weber konnte bereits die erste Etappe – den Prolog über 1700 Höhenmeter – dominieren und siegte mit 40 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Nicola Rohrbach. Auf der Königsetappe mit 63 Kilometern und 2800 Höhenmetern zeigte er wiederum seine Klasse, fuhr von Beginn an ein beherztes und temporeiches Rennen und siegte mit über sechs Minuten Vorsprung vor dem Italiener Samparisi.

Mit dem dritten Etappensieg sicherte sich unser Sascha souverän den Gesamtsieg. 
Nach den vielen Rückschlägen der vergangenen Wochen war es für mich ein sehr, sehr wichtiger Sieg und macht Lust auf mehr. Schnelle Genesung wünsche ich Nicola Rohrbach, der am zweiten Tag auf Position zwei liegend stürzte“, erklärte der Sieger.
 
In den Kitzbühler Alpen suchten derweil die Langstreckenspezialisten ihren neuen Staatsmeister. Von unserem Team waren – neben dem frisch gekürten Europameister Philip Handl – auch die beiden Cross-Country-Spezialisten Gregor Raggl und Karl Markt am Start. Die mit mehr als 3600 Höhenmetern gespickte Strecke war geprägt von langen, steilen Anstiegen sowie technisch anspruchsvollen Abfahrten.
 
In den Anstiegen dominierte der dreifache Marathon-Weltmeister Alban Lakata das Geschehen. Unsere Fahrer hatten ihre technischen Fähigkeiten gekonnt eingesetzt und schlossen immer wieder auf. Im letzten Drittel des Rennens entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen dem Marathonspezialisten Alban Lakata und Gregor Raggl. Am Ende fehlten Gregor – nach einer Rennzeit von 3:56 Stunden – lediglich 23 Sekunden zum Titel.
 
Und: Trotz der für die Cross-Country-Fahrer ungewohnten Renndistanz überraschten Gregor Raggl und Karl Markt die Konkurrenz und wohl auch sich selbst. Charly Markt komplettierte das Podium als Dritter. Philip Handl rundete das starke Auftreten unserer Mannschaft als Achter ab.
 
Ich fuhr die gesamte Zeit am Limit und es war harte Arbeit – mit dem dritten Platz bin ich mehr als zufrieden“, kommentierte Charly.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange gegen den mehrfachen Weltmeister Alban Lakata bestehen kann. Am Ende doch schade, weil es so knapp war – aber ich bin sehr glücklich über meine gewonnene Silbermedaille“, analysierte Gregor Raggl.
 
Beim vierten Weltcup der Saison im französischen Les Gets verteidigte unsere Mona Mitterwallner ihre Führung im Gesamtweltcup mit einem überraschend deutlichen Sieg. Bei teils unwirklichen Bedingungen mit Starkregen, rutschigen Wurzeln und schlammigen Wiesen, rechneten viele mit einem Sieg für die technisch versierte dänischen Meisterin Carolin Bohe.
 
Doch dank optimalem Material und sehr konzentrierter sowie bedachter Fahrweise konnte unsere Mona nicht nur bergauf, sondern auch in den schwierigen Abfahrten Zeit gut machen. Am Ende siegte Mona Mittwerwallner mit drei Minuten Vorsprung auf Carolin Bohe und Leonie Daubermann.
 
Der Sieg für mich zählt dreifach, da die Strecke aufgrund der starken Regenfälle eine riesengroße Herausforderung war. Und ich spürte die Rennen der vergangenen Wochen sowie den Leistungsdruck. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Erreichte, aber auch auf das Team, das mich super unterstützt.
 
Und weiter: Vor allem mein Papa investiert viel Zeit und Energie, damit ich den Sport auf diesem Level betreiben kann“, bilanzierte die 19-Jährige.

Drei Länder, drei Disziplinen – das Wochenende war eine logistische Herausforderung und am Ende von großem Erfolg für unser Team gekrönt“, freute sich Teamchef Bernd Reutemann.

Und weiter: „Ich bin dankbar für die vielen Unterstützer, die mit viel Herzblut und Leidenschaft einen großen Anteil an unserem Erfolg haben. Ein solch erfolgreiches Wochenende gibt es nicht alle Tage und besonders stolz sind wir, dass wir es mit eurer Hilfe geschafft haben nach nur 6 Monaten mit dem Team TREK | VAUDE dort zu stehen, wo wir heute sind. DANKE!”

Copyrights:
Foto 1: Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion
Foto 2 & 3: Sportograf

Die besten Ultra-Marathon-Spezialisten im Mountainbike haben sich am Wochenende im spanischen Vielha getroffen, um den neuen Europameister zu suchen. Und: Sie haben ihn gefunden: Er hört auf den Namen Philip Handl und trägt das Jersey unseres Teams TREK | VAUDE.


Mehr als 700 Athleten machten sich auf die 213 Kilometer lange Strecke, auf der es mehr als 6200 Höhenmeter zu überwinden galt. Allein die Streckenlänge durch schroffes Gebirge ließ erahnen, welche Leistungen den Athleten abverlangt wurden. Noch vor der Morgendämmerung um 4.30 Uhr ertönte der Startschuss.

Und: Das Licht der Scheinwerfer wiesen den Athleten den langen Weg. Unser Philip Handl hatte sich im Vorfeld sehr akribisch auf dieses und die kommenden Langstreckenrennen vorbereitet. Bis zu 35 Stunden pro Woche saß er im Sattel. Teilweise 10.000 Höhenmeter pro Tag gehörten zu seinem Trainingsprogramm und dieses Pensum sollte sich an diesem Tag auszahlen.



Bereits 13 Kilometer nach dem Start konnte sich Philip Handl etwas von seinen Verfolgern – dem Schweizer Konny Looser und dem spanischen Vorjahressieger absetzen – und von dort an begann für ihn ein einsames aber am Ende erfolgreiches Rennen. 200 Kilometer führte unser neuer Champion alleine das Feld an.

Alle 40 Kilometer waren Kontrollpunkte und Verpflegungsstationen eingerichtet, denn während dem Rennen werden mehr als 10.000 kcal verbraucht, die ein Athleten-Körper für einen solchen Kraftakt benötigt. Eine Herausforderung ist übrigens auch die Navigation, denn eine Beschilderung ist bei einer Rennstrecke von 213 Kilometern nur schwer umzusetzen und so ist es nicht verwunderlich, dass nicht jeder Fahrer das Ziel ohne Umwege erreichte.

Denn ein Ultramarathon bedeutet nicht nur hohe körperliche Belastungen, sondern akribische Vorarbeit und hohe Anforderungen an das Material. Nach einer Rennzeit von 9:41:29 Stunden erreichte Philip Handl als Erster und neuer Europameister das Ziel gefolgt von Mill Garcia Llibert aus Spanien. In einer Zeit von 9:48:27 Stunden vor Dominik Schwaiger aus Deutschland.

Mein Ziel war es, auf das Podium zu fahren. Aber dass ich nun hier als neuer Europameister stehe, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich konnte mich optimal auf das Rennen vorbereiten, hatte gute Beine und spürte, dass mehr geht“, kommentierte Philip.

Und weiter:Ich hatte nicht nur super Material, sondern auch tolle Unterstützung durch unser Team. Auch Teamchef Bernd Reutemann freute sich mit unserem neuen EM-Champion in unseren Farben und sagte:

Es freut mich unglaublich für Philip. Er hat viel für diesen Erfolg gearbeitet und schafft es Leistungssport und Studium sowie seine Arbeit als Programmierer zu vereinen. Teilweise programmiert er Codes, während er auf der Rolle trainiert und jeder der ihn kennt, wird ihm diesen Erfolg von Herzen gönnen.


 
Im französischen Lons le Saunier ging derweil unsere Mona Mitterwallner beim Cross-Country-Rennen an den Start. Besondere Beachtung hatte dieses Rennen, da Mona nicht – wie in den Weltcups – in der U23-Kategorie startete, sondern mit der Elite-Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prevot und der Weltcupführenden Loana Lecomte ins Rennen ging.

Nach der ersten Runde lag unsere österreichische Meisterin auf Platz 17, kämpfte sich dann aber mit Bestzeiten nach vorne und lag bereits nach Ende der zweiten Runde auf der dritten Position. Die Führende Loana Lecomte ließ nichts anbrennen und nutzte bereits die ersten Runden, um sich einen komfortablen Vorsprung herauszufahren.

Die auf Rang zwei liegende Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prevot versuchte immer wieder, die Lücke zu schließen – dies gelang ihr aber nicht. Zur Rennmitte fuhr Mona stetig Bestzeiten und sicherte sich hierdurch den Podiumsplatz in einem schnellen Rennen und bewies abermals ihre tolle Form und Leistungsfähigkeit – und das in der Eliteklasse.

Mit 19 Jahren steht unsere Mona noch am Beginn ihrer Karriere und kann sich in den kommenden Jahren – davon sind wir überzeugt – zu einem großen Namen der MTB-Welt entwickeln. Am Ende gewann Loana Lecomte in 1:19:40 Stunden vor Weltmeisterin Pauline Ferrand-Pevot (1:21:26 Stunden) und Mona Mitterwallner in 1:22:08 Stunden auf dem hervorragenden 3. Platz.

Fotos Copyright: #MaravillosaLocura